Wir werden konstant fehlgeleitet und auch die Angst vor Nachtschattengewächsen fällt darunter. Viele sehen die Kartoffel sogar als Dickmacher an. Wie konnte es so weit kommen, dass der Ruf eines so wichtigen Lebensmittels dermaßen beschädigt werden konnte?
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Die Kartoffel kann uns helfen, an Stärke zu gewinnen. Es ist viel Angst und Verwirrung rundum die Kartoffel entstanden und ihre heilsamen Eigenschaften werden von kaum noch jemanden erkannt. In gewissen heutigen Gesundheitstrends wird die Kartoffel als Mitschuldige für unsere gesundheitlichen Probleme befunden. Doch Fakt ist: Millionen von Menschen leiden heutzutage unter chronischen Krankheiten. Viele Betroffene haben zwar eine Diagnose wie z.B. Hashimoto Thyreoiditis oder Fibromyalgie erhalten, doch die Ursache ihrer Erkrankung ist nicht bekannt und bleibt ein Rätsel. Daraus resultiert das gegenwärtig vorherrschende Ratespiel mit gegenseitigen Schuldzuweisungen. Einige Menschen machen sich das Ratespiel rundum die Gesundheit der Menschen sogar zum Teil ihrer Karriere. Das ist sehr bedenklich, denn es hält kranke Menschen davon ab, Nahrungsmittel zu essen, welche ihnen helfen könnten.

Kartoffeln verursachen keine Entzündungen

Unterschiedlichste Nahrungsmittel werden beschuldigt, Entzündungen zu verursachen. Doch die Frage, die wir uns zusätzlich stellen müssen, lautet: Auf welche Weise verursacht ein Nahrungsmittel Entzündungen? Warum vertragen manche Menschen augenscheinlich Lebensmittel mit Gluten und andere nicht? Es sind viele Theorien entstanden, jedoch fehlt es an faktischen, garantierten Antworten. Die Kartoffel verursacht keine Entzündungen. Doch wer isst schon eine Kartoffel alleine, ohne Beilagen und Soßen? Die zusätzlich zu den Kartoffeln gegessene Milch, Butter, das Maisöl und der Käse sind die eigentlichen Verursacher der Probleme. Aber auch diese Lebensmittel verursachen nicht direkt Entzündungen. Die in unseren Körpern befindlichen Krankheitserreger wie Viren und Bakterien stecken wirklich hinter dem Mysterium der Entzündungen. Die eben genannten Lebensmittel sind daher problematisch, weil sie eben jene Erreger füttern.

So ist es möglich, dass sich eine 95-Jährige mit dem täglichen Konsum von Milchprodukten sehr wohlfühlt. Für eine 20-Jährige hingegen könnte der Konsum von Milch mit unterschiedlichsten Krankheitssymptomen verbunden sein. Der Grund dafür ist, dass die 95-Jährige eine deutlich geringere Belastung mit Erregern hat, als die 20-Jährige.

Kartoffeln füttern hingegen keine Viren und Bakterien, sondern lassen diese aushungern.

Die Nachtschatten-Theorie lenkt vom eigentlichen Problem ab

Kartoffeln sind ein Nachtschattengewächs. Eine trendige Nachtschattengewächs-Theorie besagt, dass essbare Nachtschattengewächse ein Alkaloid besitzen, welches wiederum für Entzündungen bei manchen Menschen sorgt. Bei dieser Theorie werden jedoch die Alkaloide in den Blättern und Stängeln der Pflanzen in Betracht gezogen. Wir konsumieren jedoch die in der Knolle vorkommenden essbaren und unbedenklichen Alkaloide, die sich von denen in den Stängeln und Blättern unterscheiden. Dieses Alkaloid ist übrigens dasselbe, wie es in allen anderen essbaren Pflanzen auch vorkommt. Das eigentliche Problem mit der Kartoffel ist die Angewohnheit, dass wir unsere Kartoffeln in Öl anbraten, mit Käse überbacken, mit Butter und Milch pürieren oder sie mit ungünstigen Ölen als Chips backen oder braten. Oft werden auch fetthaltige Lebensmittel zusätzlich zu der Kartoffel gegessen. Hähnchen, Rind oder Schweinefleisch, Eier oder Tofu sind einige typische Beispiele.

Lektine? Kein Problem!

Es stimmt, dass sich Lektine in einer Kartoffel befinden. Jedoch befinden sich diese genauso in jeder anderen Pflanze, die du isst. Lektine verursachen keinerlei Probleme. Wie könnte es sonst sein, dass sich Menschen mit der Hilfe von Kartoffeln und anderen lektinhaltigen Lebensmitteln, wie Tomaten, von schweren chronischen Erkrankungen heilen konnten? Die Theorie, dass Lektine angeblich schlecht für uns sind, ist Teil des kuriosen Ratespiels. Doch leider ist es Vertretern dieser oder anderer nutzlosen Gesundheitstheorien möglich, diese zu verbreiten, da scheinbar niemand weiß, was die Leute wirklich krank macht.

Kombination Fett und Zucker

Die Kombination aus Kohlenhydraten und Fetten ist der Albtraum für alle Diabetiker und gilt es auch generell zu vermeiden. Die Folge dieser Kombination ist eine Insulinresistenz. Dabei werden die Kohlenhydrate der Kartoffel häufig als die Schuldigen ausgemacht, sobald der A1C-Wert ansteigt oder Hyperglykämie auftritt. In Wirklichkeit ist es das Fett, dass sehr problematisch ist und die Arbeit von Insulin behindert. Es ist daher wichtig, den Fettgehalt des Bluts möglichst niedrig zu halten. So kann das Insulin effektiv arbeiten und dafür sorgen, dass sich die Zellen öffnen und der Zucker aus dem Blut in die Zellen gelangt.

Doch kaum jemand isst die Kartoffeln ohne eine Fettquelle. Wenn du gerne Pommes Frites isst, sollte dir bewusst sein, dass es sich bei den Pommes nicht ausschließlich um Kartoffeln handelt. Durch das zusätzliche Öl wird die Mahlzeit problematisch. Kohlenhydrate an sich sind nämlich nicht das Problem. Zu vermeiden gilt es die Kombination von Kohlenhydraten mit Ölen bzw. Fetten. Das Gleiche trifft auch auf andere Beispiele der Kombination Kohlenhydrate und Fette zu. Bei der Kombination Reis und Hühnchen ist es das Fett des Hühnchens, welches den Zucker daran hindert, in die Zellen zu gelangen.

Wie lässt sich also Diabetes Typ 2 umkehren und der A1C-Wert senken? Durch das Streichen der Fette und das Hinzufügen von vielen Kartoffeln in deinen Speiseplan.

Machen Kartoffel dick?

Sicherlich hast du schonmal gehört, dass der Konsum von Kartoffeln bei deinen Bemühungen abzunehmen eher kontraproduktiv ist. Die vielen Kohlenhydrate sein der Grund.

In Wirklichkeit müsste es heißen: „Pass auf das ganze Fett auf, dass du isst! Schau mal wie fettig deine Pommes sind. Sieh mal, wie schmierig deine Hände durch die ganzen Chips geworden sind. Achte auf die Menge an Käse und Milch in deinem Kartoffelbrei!“

Das Fett ist dafür verantwortlich, dass die Leber verstopft und überlastet wird, nicht die Kohlenhydrate. Sobald die Speicherkapazitäten der Leber für Fettdepots ausgeschöpft sind, wird dieses an anderen Orten deines Körpers verstaut. Gewichtszunahme ist also auf eine beeinträchtigte Leber zurückzuführen und wird durch einen hohen Fettkonsum beschleunigt. 

Ein „Weißes“ Nahrungsmittel wie Brot oder Nudeln?

Viele schmeißen die Kartoffel in einen Topf mit Weißmehlprodukten, da ihre Farbe im Inneren an diese erinnert. Wenn man jedoch ein wenig genauer hinschaut, erkennt man, dass das Innere der Kartoffeln einen höheren Sättigungsgrad als Weißmehl aufweist. Auch kultivierte Blaubeeren, Zucchini oder Äpfel sind innen „weiß“. Wir würden aber trotzdem nicht auf den irreführenden Gedanken kommen, sie mit Weißmehlprodukten in eine Schublade zu stecken. Die Kartoffel ist außerdem kein verarbeitetes Lebensmittel. Eine Kartoffel bietet dir komplexe Kohlenhydrate, welche sattmachen und die über lange Zeit Energie liefern.

Was macht eine Kartoffel so heilsam?

Es gibt verschiedenste Gründe, warum du den Konsum von Kartoffeln nicht missen solltest.

  1. Zum einen enthält die Schale der Kartoffeln das Spurenelement Zink. Zink ist ein entscheidender Faktor für die Bekämpfung von Krankheitserregern in unserem Körper. Du profitierst dabei direkt von dem Zink aus der Kartoffel, da diese Form von Zink unmittelbar von deinen Immunzellen absorbiert werden kann. Es wirkt also unterstützend auf unser Immunsystem. Die in der Kartoffel enthaltene Glukose ist dabei ein effektiver Transporteur für das Zink. Heutzutage ist der Zinkgehalt unserer Böden nahezu ausgeschöpft, was wiederum den Konsum dieses Minerals umso wichtiger für uns macht. Wenn die Wissenschaft und Forschung den Nährwert einer Kartoffel untersucht, wird zumeist nur der innere Teil der Kartoffel berücksichtigt. Die vielen Spurenelemente in der Schale werden häufig ignoriert.
  2. Kartoffeln enthalten L-Lysin. Dies hilft uns bei viralen Erkrankungen. Jeder von uns hat Viren wie das Epstein-Barr-Virus, Herpes Zoster, HHV-6, HHV7, Cytomegalovirus, Herpes Simplex 1 und 2 in seinem Körper. Diese Viren sind für einen Großteil der heutigen Krankheiten verantwortlich. L-Lysin und seine antiviralen Eigenschaften sind entscheidend bei der Bekämpfung dieser Viren.
  3. Die in Kartoffeln enthaltenen Kohlenhydrate stellen einen weiteren Nutzen für uns dar. Sie dienen als die optimale Nahrung für die guten Bakterien in unserem Darmkanal. Außerdem hilft die Glukose beim Wiederaufbau unseres Nervensystems. Jedes neurologische Krankheitssymptom ist gleichbedeutend mit einer Entzündung der Nerven. Die Glukose in Kartoffeln versorgt die entzündeten Nerven mit den richtigen Bausteinen und hilft somit bei dem Regenerationsprozess der Nervenzellen.
  4. Kartoffeln besitzen außerdem hochqualitative Eiweiße mit einer hohen Bioverfügbarkeit.

Kartoffel-Monoeating

In bestimmten gesundheitlichen Situationen ist es unglaublich hilfreich (neben dem Konsum von Selleriesaft, Zitronenwasser und ein etwas Salat) sich den ganzen Tag über ausschließlich von Kartoffeln zu ernähren. Besonders empfehlenswert ist das „Monoeating“ für Menschen die unter Morbus Crohn, Dickdarmentzündungen, Dünndarmfehlbesiedlungen (SIBO), Zöliakien, Reizdarmsyndromen, Geschwüren, Sodbrennen, Magenlähmungen, Durchfällen, Krämpfen, Gastritis und Lebensmittelvergiftungen leiden. Kartoffeln wirken sehr besänftigend auf den Darmkanal und die Nerven. Bei einer Dickdarmentzündung ist beispielsweise das Gewebe im Dickdarm stark entzündet. Viele Nahrungsmittel irritieren folglich die sensible Auskleidung des Darmkanals und bringen unerwünschte Symptome hervor. Die Kartoffel hingegen haben eine sehr sanfte Wirkung auf den Darmkanal.

Viele Menschen werden heutzutage mit einer Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) diagnostiziert. Die Schulmedizin weiß, dass es sich dabei um eine bakterielle Erkrankung im Dünndarm handelt. Doch um welche Art von Bakterien es sich dreht, ist nicht geläufig. Die Antwort lautet: Es sind Streptokokken. Strep kann gedeihen, wenn es mit den richtigen Nahrungsmitteln wie Eier, Käse oder Milch versorgt wird. Kartoffeln hingegen füttern keine Krankheitserreger. Ganz im Gegenteil. Die winzigen Fasern in einer Kartoffel heften sich an die Streptokokken und reinigen sie aus dem Darm.

Auch das Reizdarmsyndrom ist auf Streptokokken zurückzuführen. Diese greifen die Darmwände des Dickdarms an und lassen dort ein Narbengewebe entstehen. Die Kartoffeln helfen dir dabei, die Bakterien aus dem Dickdarm zu reinigen und Zellen in der Darmwand mit Nährstoffen zu versorgen.

Geschwüre können im Magen, Zwölffingerdarm, Dünndarm und Dickdarm auftreten. Sie werden durch Bakterien wie Streptokokken und E.-Coli und Viren wie das Canker-Sore-Virus verursacht. Kartoffeln helfen dir bei der Befreiung von diesen Erregern. Bakterien können außerdem nicht gegenüber der heilsamen Wirkung von Kartoffeln immun werden, sowie es bei den vielen Streptokokken-Stämmen mit Antibiotika der Fall ist.

Auch bei Lebensmittelvergiftungen sind Kartoffeln bestens geeignet. Wir alle kennen das Gefühl von starken Bauchschmerzen, Übelkeit oder Durchfall. Lebensmittelvergiftungen können uns aus dem Nichts treffen. Oft machen sich die ersten Auswirkungen erst 12 bis 24 Stunden nach dem Konsum der mit Bakterien oder mutierten Mikroorganismen belasteten Mahlzeit bemerkbar. Lebensmittelvergiftungen können das Gefühl entstehen lassen, dass wir unsere Nahrung nicht mehr richtig verdauen können. Schmerzen, Blähungen und ein Völlegefühl können entstehen. Dies kann manchmal sogar für Monate anhalten. Kartoffeln helfen dir von all dem sich zu erholen.

Wie esse ich meine Kartoffeln?

Das Dämpfen der Kartoffeln ist die beste Art der Zubereitung. Außerdem sollte, wenn möglich kein Öl verwendet werden. Grundsätzlich ist es am besten, wenn die Kartoffeln nicht zusammen mit Fetten konsumiert werden. So ist nämlich die optimale Aufnahme der Glukose möglich. Wenn du nicht auf Fett verzichten willst, sind Avocados oder ein wenig Tahini die zu bevorzugende Wahl. Für jemanden der nicht von Gesundheitsproblemen betroffen ist, stellt die Kombination aus Kartoffeln und einer Pflanzenfettquelle kein Problem dar. Dennoch sollte der Fettanteil im Verhältnis zu den Kohlenhydraten möglichst gering sein.

Kartoffeln mit einer grünen Schale oder großen Keimen gilt es zu vermeiden.

Abspann

Wenn wir über die Kartoffel nachdenken, müssen wir jenseits von dem schauen, was wir schon über die Kartoffel wissen. Es gibt Menschen, die uns den Zugang zu diesem Nahrungsmittel verwehren und uns die Heilung erschweren wollen. Doch wir haben nun die Wahrheit auf unserer Seite: Die Kartoffel ist eine kraftvolle, heilsame Wundernahrung. Wenn du deinem Körper gibst, was er braucht, wird er um dein Leben kämpfen. Du kannst dich aus der Asche erheben. Du kannst heilen!

Quelle: medicalmedium.com/blog/potato-healing-benefits

Deutsche Zusammenfassung: Marlon Hassheider

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