Die Ernährungslehre nach Anthony William ist dir neu und du weißt noch nicht so recht, wo du starten sollst? Oder bist du bereits vertrauter mit den Informationen und möchtest auf den Stufen der Heilung weitergehen? Hier findest du eine Orientierung für deine nächsten Schritte.
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Vorwärtsgehen auf den Stufen der Heilung durch Arbeit an den einzelnen No-Food-Ebenen

Einen wirklich großen Schritt auf den Stufen der Heilung machst du, wenn du die Lebensmittel aus Level 1 von deinem Speiseplan streichst. Diese Nahrungsmittel schaden unseren Gesundheit am meisten. Sobald du also bereit bist, auf gewisse Lebensmittel zu verzichten, solltest du dich an den Lebensmitteln aus Level 1 orientieren. Wenn du auf all die Lebensmittel aus Level 1 verzichtet hast, kannst du dich an Level 2 heranwagen. Und genau in derselben Art gehst du mit den anderen Levels vor. Falls du ohnehin schon auf Lebensmittel aus den ersten fünf Levels verzichtest und du gerne noch schnellere Erfolge erzielen möchtest, kannst du einen Blick auf die Bonusliste werfen. Sei dir jedoch bewusst, dass es hilfreicher ist auf Lebensmittel aus niedrigeren Ebenen gänzlich zu verzichten, als bei den Lebensmitteln der höheren Ebenen oder dem Bonuslevel es zu genau zu nehmen. Die folgende Auflistung der verschiedenen Ebenen der „No-Foods“ stammt aus dem Buch „Heile Dich selbst“ von Anthony William:

Die verschiedenen Levels

Level 1

  • Eier
  • Milchprodukte
  • Gluten
  • Soft-Drinks
  • zu viel Salz

Level 2

  • Schweinefleisch
  • Thunfisch
  • Mais

Level 3

  • industrielle Öle (Pflanzenöl, Palmöl, Rapsöl, Maisöl, Distelöl, Sojaöl)
  • Soja
  • Lamm
  • Fisch und Meeresfrüchte (ausgenommen sind Lachs, Forelle und Sardinen)

Level 4

  • Essig (inklusive Apfelessig)
  • fermentierte Nahrungsmittel (inklusive Kombucha, Sauerkraut und Coconut Aminos)
  • Koffein (Kaffee, Matcha, Schokolade und anderes)

Level 5 

  • Getreide (ausgenommen sind Hirse und Hafer)
  • Alle Öle (inklusive gesünderer Öle wie Oliven-, Walnuss-, Sonnenblumen-, Kokos-, Sesam-, Avocado-, Traubenkern-, Mandel-, Macadamia-, Erdnuss- und Leinöl)

Bonus

Um noch schnellere Erfolge zu erzielen, lohnt sich der Verzicht auf:

  • Salz und Gewürze (pure Gewürze sind in Ordnung)
  • Fett (gänzlicher Verzicht für eine Zeit)

Reduziere oder verzichte zusätzlich auf:

  • Alkohol
  • Naturaromen/künstliche Geschmacksstoffe
  • Nährhefe
  • Zitronensäure
  • Aspartam
  • andere künstliche Süßstoffe
  • Glutamat (MSG)
  • Formaldehyd
  • Konservierungsstoffe

Mehr zu den Gründen, warum die genannten Lebensmittel schädlich für deine Heilung sind, findest du im Buch Heile dich selbst von Anthony William.

Jeder Weg ist unterschiedlich

Das Tempo, welches du wählst, um durch die einzelnen Stufen der Heilung zu schreiten, ist vollkommen individuell. Vielleicht hast du persönlich dein Ziel auch schon erreicht, indem du auf die Lebensmittel aus dem 1 Level verzichtest. Das ist völlig in Ordnung und bereits ein großer Erfolg.

Versuche dich auf deinem Weg nicht zu sehr mit anderen zu vergleichen und unter Druck zu setzten. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum es manchen Menschen leichter fällt, sich den neuen Protokollen zu verpflichten, als anderen. Manche erhalten womöglich große Unterstützung und Zuspruch von der Familie und dem Umfeld, andere wiederum treffen auf ein weniger begeistertes Umfeld. In der Regel sind es die Menschen, die sehr krank sind, die sich sehr streng an die Protokolle von Anthony William halten. Für sie ist der Leidensdruck und die damit einhergehende eingeschränkte Lebensqualität so hoch, dass andere Faktoren in Relation nicht so schwer wiegen.

Für alle diejenigen, für die das systematische Entfernen von Lebensmittel ein sehr starkes Gefühl von Verzicht auslöst und mit der Frage: „Was soll ich nun essen?“ einhergeht, gibt es natürlich auch andere Wege, um den Einstieg in die neue Art der Ernährungsweise zu erleichtern. Anstatt gewisse Lebensmittel zu streichen, kannst du stattdessen auch erst einmal die Menge an Obst, Gemüse, Kräutern und wilden Nahrungsmitteln auf deinem täglichen Speiseplan erhöhen, den fettfreien Vormittag integrieren, empfohlene Supplemente nehmen, Selleriesaft trinken und und und. Die Möglichkeiten sind vielfältig und es gibt eben nicht nur den einen Weg. Es gibt so viele Maßnahmen, die dich einen weiteren Schritt in die richtige Richtung bringen können. Und jeder Schritt in die richtige Richtung zählt! Beginne dort, wo dir die Umsetzung am leichtesten fällt. Finde dein eigenes Tempo. Mehr Einsteigertipps findest du im Artikel für Beginner.

Von 0 auf 100 kann nach hinten losgehen

Da unser Essen mit so vielen Aspekten unseres Lebens verknüpft ist, kann eine radikale Veränderung der Essensroutine schon einmal das ganze Leben auf den Kopf stellen. Doch häufig ist es leider so, dass zu viele Veränderungen auf einmal nicht wirklich nachhaltig sind. Anfangs schaffen wir es womöglich noch, mit der durch die Informationen geweckten Hoffnung und der damit einhergehenden neu entfachten Energie und Willenskraft all die radikalen Veränderungen für eine Zeit lang aufrechtzuerhalten. Doch es kann schnell passieren, dass wir ausbrennen und überfordert sind mit dem schnellen Wandel, alles über Board werfen und wieder zu unserer alten Lebensweise, inklusive all der unproduktiven Nahrungsmittel, zurückkehren.

Aus diesem Grund ist es ratsamer, dein großes Ziel in kleinere Stufen der Heilung herunterzubrechen. Daraufhin versucht du einen Schritt nach dem anderen in deinem eigenen Tempo zu implementieren, sodass du an Sicherheit gewinnst und die Veränderungen wirklich nachhaltig sind. Jeder Schritt soll dabei einfach zu bewältigen sein. Taste dich an neue Levels heran und wenn du dich mit der neuen Veränderung überfordert fühlst, dann gehe gerne wieder einen Schritt zurück.

Dein Körper spricht mit dir auf den Stufen der Heilung

Wenn du bei deinen Stufen der Heilung schon weiter fortgeschritten bist und du beispielsweise zum ersten Mal in deinem Leben gänzlich auf ausnahmslos alle radikalen Fett verzichten möchtest, dann setzte dir nicht gleich das Ziel, dies streng für das nächste halbe Jahr zu tun. Versuche vielmehr darauf zu hören, wie du körperlich und emotional auf diese Veränderung reagierst und mache deine nächsten Entscheidungen immer wieder von deinem aktuellen Gefühlszustand abhängig.

Für einige Leute erscheint der Verzicht auf Fett kein allzu großes Problem sein, andere schaffen es erst nach Jahren oder vielleicht sogar nie wirklich fettfrei zu leben. Auch hier sind die Gründe dafür vielzählig. Für manche geht der Verzicht mit vielen emotionalen Aspekten einher. Andere leiden unter Entgiftungssymptomen, wieder andere haben gar nicht das große Verlangen fettfrei zu leben, weil die schon ergriffenen Maßnahmen für sie vollkommen ausreichend sind.

Adrenalin macht krank

Halte nicht an unrealistischen Zielen fest, die dich unter Druck setzen. Druck erzeugt das Gegenteil von dem, was wir mit diesem Lebensstil erreichen wollen. Druck erzeugt Adrenalin und Adrenalin wirkt sich negativ auf deine körperliche Gesundheit aus. Adrenalin ist häufig der unentdeckte, aber entscheidende Faktor, der deine Heilung blockiert. Daher ist es so entscheidend, ein Gespür dafür zu entwickeln, in welchen Momenten du einen inneren Widerstand gegenüber Veränderungen hast oder an Erwartungen festhältst, die dich unter Druck setzen. Vielleicht hattest du die Erwartung, deine Ekzeme oder deine chronische Müdigkeit innerhalb eines Jahres zu heilen. Wenn sich nun deine Erwartung nicht zu erfüllen scheint, dann versuche die Erwartung fallen zu lassen, anstatt dir die Schuld für das Nichterreichen deines Ziels zu geben. Dein Körper braucht wahrscheinlich nur ein wenig länger Zeit, um die Stufen der Heilung zu durchschreiten und gesund zu werden, denn er hat offensichtlich mit einer höheren toxischen Last zu kämpfen, als du eingangs vermutet hattest. Habe Mitgefühl für dich selbst, du bist nämlich nicht verantwortlich für deine Symptome und deine Krankheit.

Autor: Marlon Hassheider

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Anthony William verwendet und empfiehlt die Supplemente von Vimergy.

4 Antworten

    1. Hallo Adelheid,
      du kannst jedes Obst und Gemüse essen. Außerdem Kräuter und wilde Nahrungsmittel. Schau dich einfach mal ein bisschen bei den Rezepten um, dann wirst du schon fündig.
      Liebe Grüße
      Astrid vom Team Selleriesaft

    1. Das hat uns auch gewundert, Zucker ist tatsächlich im Buch nicht in diesen Ebenen der No-Foods gelistet. Wir bemühen uns gerade um Klärung durch Muneeza. Sobald wir näheres wissen, geben wir Bescheid.

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